Letzte Aktualisierung: 23.09.17


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Steuerliche Vergünstigungen für behinderte Kinder

Vorliegen muss der Nachweis der Behinderung. Die Behinderung und der Grad der Behinderung (GdB) werden auf Antrag vom Versorgungsamt festgestellt.
Zusätzliche Merkzeichen wie z. B. aG für außergewöhnliche Behinderung und H für Hilflosigkeit werden in einem Behindertenausweis vermerkt. Dieser Ausweis oder der Bescheid des Versorgungsamts dient als Grundlagenbescheid für die Finanzverwaltung und berechtigt zur Inanspruchnahme etlicher Steuervergünstigungen.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Ein Kind, das das 18. Lebensjahr vollendet hat, wird berücksichtigt, wenn es wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten; Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Behinderten-Pauschbetrag

Steht der Behinderten-Pauschbetrag einem Kind zu, für das der Steuerbürger Anspruch auf einen Kinderfreibetrag oder auf Kindergeld hat, so wird der Pauschbetrag auf Antrag auf den Steuerbürger übertragen, wenn ihn das Kind nicht in Anspruch nimmt.

Außergewöhnliche Belastungen

Durch den Behinderten-Pauschbetrag sind die üblicherweise anfallenden behinderungs- bedingten Kosten abgegolten.
Neben diesem Pauschbetrag können noch zusätzliche „außergewöhnliche“ Kosten nach Abzug der zumutbaren Eigenbelastung als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.Dazu zählen z. B.
  • Kosten für den behindertengerechten Umbau eines PKW
  • Kosten der Schaffung eines barrierefreien Umfeldes
  • Kosten behinderungsbedingter medizinischer Hilsmittel
  • Schulgeld und Betreuungskosten

Pflege-Pauschbetrag

Wenn den Eltern Aufwendungen für die Pflege des behinderten Kindes in ihrer Wohnung oder in der Wohnung des Kindes erwachsen, steht ihnen u. U. ein Pflege-Pauschbetrag i. H. v. 924 ¤ zu, wenn sie für die Pflege keine Einnahmen erzielen. Der Bezug des Pflegegeldes ist allerdings unschädlich.

Kinderbetreuungskosten

Betreuungskosten wie z. B. Kosten des Kindesgartens oder einer Tagesmutter können zu 2/3, max. 4.000 ¤ als Sonderausgaben abgezogen werden.
Alternativ können Pflege- und Betreuungsleistungen sowie Kosten der Heimunterbringung unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuerermäßigung nach § 35 a EStG bewirken.
Abzugsfähig sind dabei 20 v. H. der Aufwendungen, höchstens aber 4.000 €.

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