Letzte Aktualisierung: 19.11.17


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Wissenswertes zur Elternzeit und zum Elterngeld ab dem 01.07.2015

Der Anspruch auf Elternzeit besteht für jeden Elternteil zur Betreuung und Erziehung seines Kindes bis zu Vollendung des dritten Lebensjahres, sie kann auf drei Abschnitte verteilt werden. Sie ist ein Anspruch des Arbeitnehmers/in gegenüber dem Arbeitgeber. Das Arbeitsverhältnis bleibt bestehen und nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr auf den ursprünglichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Beide Elternteile können auch gleichzeitig bis zu drei Jahre Elternzeit in Anspruch nehmen.
Außerdem ist eine Übertragung der Elternzeit von bis zu 24 Monaten ohne Zustimmung des Arbeitgebers auf die Zeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes möglich. Die Elternzeit muss spätestens 7 Wochen vor deren Beginn schriftlich vom Arbeitgeber verlangt werden. Die Übertragung zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes ist mindestens 13 Wochen vorher beim Arbeitgeber anzumelden. Während der Elternzeit ist für jeden Elternteil eine Teilzeiterwerbstätigkeit von bis zu 30 Wochenstunden zulässig.

Zum 01.01.2015 tritt das Gesetz zum neuen Elterngeld in Kraft. Es gilt grds. für Geburten ab 01.07.2015. Es ist eine Kombination von Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonusmonaten möglich. Für Zwillingsgeburten gibt es einen Zuschlag von 300 € pro Bezugsmonat und Mehrling.
Eltern können dabei zwischen Basiselterngeld (entspricht dem bisherigen Elterngeld) und Elterngeld Plus wählen.
Das Basiselterngeld wird für maximal 14 Monate gezahlt. Beide Elternteile können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei höchstens 12 Monate für sich in Anspruch nehmen, 2 weitere Monate gibt es, wenn sich der Partner an der Betreuung des Kindes beteiligt und dabei Erwerbseinkommen wegfällt. Alleinerziehende können aufgrund des fehlenden Partners die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.
Ein Anspruch auf Elterngeld entfällt, wenn im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeit- raum ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 250.000 € bzw. 500.000 € bei Ehegatten erzielt wurde.
Die neuen Elterngeld Plus-Monate sind Bezugsmonate, in denen man Elterngeld höchstens in der Höhe eines halben zustehenden Basiselterngeldbetrages erhalten kann. Einen Lebensmonat des Kindes mit Basiselterngeld kann man sich auch in zwei Monatsbeträgen mit Elterngeld Plus auszahlen lassen. Durch die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus-Monaten verlängert sich der Bezugszeitraum des Elterngeldes über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus.


Es besteht eine Kombinationsmöglichkeit von Basiselterngeld und Elterngeld Plus. Bei ausschließlichem Bezug von Elterngeld Plus kann der Elterngeldbezug maximal 24 Monatsbeiträge umfassen. Die maximale Bezugsdauer kann auf 28 Monate ausgedehnt werde, wenn die vier neuen Partnerschaftsbonusmonate beansprucht werden. Diese können nur von beiden Elternteilen bei gleichzeitiger Teilzeitarbeit von 25 bis 30 Wochenstunden innerhalb dieser vier Partnerschaftsbonusmonate beantragt und müssen „am Stück“ in Anspruch genommen werden, allerdings nur dann, wenn wenigstens ein Elternteil ab dem 15. Lebensmonat des Kindes durchgängig Elterngeld Plus bezieht.
Das Basiselterngeld wird in Höhe von 65 % bis 67 % des letzten Nettoeinkommens gezahlt, mindestens aber 300 € und höchstens 1.800 € monatlich. Bemessungsgrundlage ist das durchschnittliche fiktive Nettoeinkommen der letzten 12 Monate vor dem Monat der Geburt des Kindes. Dabei wird das durchschnittliche Bruttoeinkommen pauschal um Steuer- und Sozialabgaben vermindert, u. z. unter Berücksichtigung der Steuerklasse, die sich aus der Lohn-/ Gehaltsabrechnung für den letzten Monat im Bemessungszeitraum vor der Geburt des Kindes ergibt. Der Wechsel in eine günstigere Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor der Geburt des Kindes erfolgt sein.
Bei einer Teilzeitarbeit von bis zu 30 Wochenstunden nebenher wird das Elterngeld nur noch mit 65 % / 67 % des entfallenden Teileinkommens berechnet. Als Einkommen vor der Geburt werden dabei höchstens 2.700 € berücksichtigt.
Da Elterngeld ist lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, es unterliegt jedoch dem sog. Progressionsvorbehalt. Dies führt bei der Einkommensteuerveranlagung häufig zu Steuernachzahlungen.


Die zuständige Elterngeldstelle für Ihren Kreis oder Ihre kreisfreie Stadt finden Sie unter „Familie Regional“ auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Einen Elterngeldrechner finden Sie unter folgendem Link:
http://www.familien-wegweiser.de/Elterngeldrechner/rechner.xhtml?cid=1


Quelle: Hüthig Jehle Rehm Verlagsgruppe GmbH

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